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10 Tipps zur Pferdeernährung

Das richtige Futter geben: Ob Isländer, Araber oder Trakehner – es ist von entscheidender Bedeutung, Pferde naturgesund, ausgewogen und vor allem bedarfsorientiert, also  auf seine Leistungen und Bedürfnisse abgestimmt, zu ernähren. Eine falsche Fütterung kann unter Umständen zu Mangelerscheinungen, schlimmstenfalls zu Allergien oder Krankheiten führen. Experten, Tierärzte und Pferdekliniken empfehlen ein möglichst naturkonformes Futter zu geben. Bei der Bestimmung des optimalen Pferdefutters sollte eine individuelle Beratung in Anspruch genommen werden. Unsere Fütterungsexperten erreichen Sie telefonisch unter 08631–98 82 20 oder per E-Mail.

Kleine Futterpausen und periodengerechte Energiezufuhr
Die Verdauung und der Organismus des Pferdes sind auf eine regelmäßige Futteraufnahme ausgelegt und Fresspausen sollten drei Stunden nicht übersteigen. Magengeschwüre und Verhaltensauffälligkeiten könnten sonst daraus resultieren. Am besten ist es, dem Pferd über den Tag verteilt kleine Rationen anzubieten und Futter bereitzustellen, das Nährstoffe und Energie periodengerecht dem Organismus zugeführt werden.

Fütterungszeiten
Da Pferde Gewohnheitstiere sind, soll auf gleichbleibende Fütterungszeiten geachtet werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass Pferde nicht direkt vor oder nach der Arbeit gefüttert werden; eine Pause von 30 Minuten wird empfohlen. Bei regelmäßiger Fütterung kann das Kolikrisiko reduziert werden. Bei der Futteraufnahme sollte das Pferd in Ruhe gelassen und Stress vermieden werden, so wird das Kolikrisiko minimiert und Schlundverstopfungen vorgebeugt.

Sauberes Futter und richtige Lagerung
Schimmeliges oder anderweitig verunreinigtes Rau- und Kraftfutter darf nicht verfüttert werden. Im Allgemeinen muss das Futter vor Hitze, Feuchtigkeit und Ungeziefer geschützt aufbewahrt werden. Weiterhin sind die auf der Verpackung angegebenen Hinweise zu Lagerung und Haltbarkeit zu beachten. Futterbehälter, wie Tröge, Eimer etc. müssen frei von Verunreinigungen und Verschmutzungen sein, um ein bakterielles Infektionsrisiko zu minimieren.

Raufutter das A und O
Der wichtigste Energieträger und das wichtigste Futter ist Raufutter. Die bekanntesten Rohfaserlieferanten sind Heu und Stroh. Als Faustregel gilt eine benötigte Raufutteraufnahme von 1 kg bis 1,5 kg pro 100 kg Körpergewicht. Für Pferde mit Stauballergie oder Senioren mit Zahnproblemen, stellen hochwertige Heucobs eine Alternative dar.

Futterumstellung
Eine Futterumstellung sollte langsam erfolgen. Das neue Futter soll zu Beginn der Umstellungsphase gemischt mit dem bisherigen Futter verabreicht werden. Nach und nach, kann das „alte“ Futter dann reduziert werden.

Stoffwechselerkrankungen, Leichtfuttrigkeit und Hufrehe
Immer mehr Pferde leiden an Stoffwechselerkrankungen und auch die Gefahr von Hufrehe ist heute ständig präsent. Bei betroffenen Pferden ist es besonders wichtig, auf eine möglichst eiweißarme sowie zucker- und stärkereduzierte Fütterung zu achten.

Richtige Rationsgröße
Die Futtermengen sollen unbedingt auf das Gewicht des Pferdes abgestimmt sein und dessen Leistungspensum entsprechen. Empfehlungen hierzu finden sich in der Regel auf der Verpackung oder werden von der Futterberatung in einem persönlichen Gespräch vorgeschlagen. Auf Verdacht sollte die Ration niemals selbstständig verändert werden, es sollte sich immer vorher professioneller Rat eingeholt werden.

Erkrankungen
Um Krankheiten vorzubeugen, ist eine bedarfsgerechte und ausgewogene Ernährung des Pferdes unabdingbar. Die Fütterung sollte darüber hinaus auf den derzeitigen Gesundheitszustand abgestimmt sein. Mangelerscheinungen oder chronische Krankheiten können durch entsprechende Futterzusätze gelindert werden.

Wasser
Ausreichend Wasser ist für Pferde essentiell und muss immer zur freien Verfügung stehen. Im Sommer oder nach einem anstrengenden Training kann es mit Elektrolyten versetzt werden um den Mineralstoffhaushalt im Gleichgewicht zu halten.